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               Personalbemessung

          

               

 

 

 

 

Analytische Schätzverfahren

Personalbemessung

Wie der Name sagt, handelt es sich bei dieser Art von Verfahren um ein Verfahren der Rückwärtsbetrachtung. Die Erhebungsperson schätzt auf Grundlage der eigenen Erfahrungswerte die Bearbeitungszeiten oder Zeitanteile und ggf. die korrespondierenden Mengenwerte.
Schätzverfahren funktionieren daher nur bei Mitarbeitern mit entsprechenden Erfahrungswerten. Sie sind also größtenteils ungeeignet bei neuen Mitarbeitern oder neuen Tätigkeiten.

 

Wie kann das Schätzverfahren durchgeführt werden?

Bevor wir auf die einzelnen Erhebungsverfahren eingehen, machen wir noch einen kurzen Exkurs zu der Art der Durchführung. Jedes der Verfahren kann sowohl als Interviewmethode, Expertenschätzung, Schätzklausur oder auch als Verfahren der Selbstaufschreibung vorgenommen werden. Je nach Bereich oder auch Zweck der Erhebung kann eines der folgenden Verfahren zum Einsatz kommen.

Arten der Durchführung im Überblick

Bei der Interviewmethode werden in der Regel einzelne Personen des betroffenen Bereichs befragt. Im Rahmen der Befragung können neben der Bearbeitungszeit der Aufgabe – die durch gezielte Fragestellungen sehr genau wird – auch Zusatzinformationen, wie Schnittstellen o. Ä., erhoben werden.

Vorteil:

+ Detailfragen erlauben höheren Erkenntnisgewinn
+ Plausibilisierung der Werte während der Erhebung

Nachteile:

- Auswahl des Personenkreises bestimmt Ergebnisse
- Aufwändig in der Erhebung
- Teilweise geringe Akzeptanz

Bei dieser Form der Erhebung werden erneut nur bestimmte Personen ausgewählt, die einen Teil oder alle Aufgaben stellvertretend für den Untersuchungsbereich schätzen sollen.

Meist werden die Führungskräfte des Bereichs als diese „Experten“ herangezogen, was die schlechte Akzeptanz des Verfahrens begründet. Bei der Expertenschätzung erfolgt die Schätzung – im Gegensatz zur Interviewmethode – meist unbegleitet. Der Anwender schätzt also für sich die Werte und liefert das Ergebnis dem Projektteam zurück.

Vorteile:

+ Schnelle Erhebung

Nachteile:

- Ausgewählter Personenkreis

- Geringe Akzeptanz

Bei einer Schätzklausur wird eine größere Gruppe an Personen zusammen zur Aufgabe befragt. Zum Beispiel nutzt man hierfür einen Besprechungsraum und nimmt über einen Beamer direkt die Erfassung der Daten im System vor.

Selbstaufschreibung meint an dieser Stelle, dass der Anwender für sich allein die Schätzung vornimmt. Analog zu den anderen Arten der Schätzung füllt er nicht jeden Tag einen Erhebungsbogen aus, sondern nimmt die Erfassung einmalig vor.
Erhebt und verarbeitet man die Werte direkt mit einer geeigneten Software, können über diese Art der Erhebung alle Mitarbeiter des zu untersuchenden Bereichs erhoben werden.
Durch das breite Spektrum an unterschiedlichen Mitarbeitern kommt ein sehr aussagefähiger Wert zustande.

Vorteile:

+ Hohe Akzeptanz

+ Breiter Querschnitt

Nachteile:

- Meist längere Erhebungsdauer als bei den anderen drei Arten der Erhebung


Analytische Schätzverfahren im Überblick

Bei diesem Erhebungsverfahren verteilt der Anwender Prozentanteile seiner Kapazität auf die jeweiligen Aufgaben. Diese Prozentwerte werden in Arbeitstage umgerechnet und stellen also nichts anderes als eine Gesamtbearbeitungszeit für die Aufgabe dar. Die Schätzung erfolgt meist auf einem sehr groben Katalog, um zum Beispiel zu erheben, wie hoch der Führungsanteil im Verhältnis zu den fachlichen Aufgaben/Tätigkeiten ist.

Das Verfahren wird gerne als Erstverfahren genutzt, um zu identifizieren, für welche Prozesse oder Aufgaben eine Detailbetrachtung mit einem Folgeverfahren vorgenommen werden soll.

Kennzeichnend für dieses Verfahren ist die Erfassung der Werte auf der Ebene der Tätigkeiten, also der untersten Ebene im Katalog. Dort werden über alle Tätigkeiten 100% verteilt.

Bei diesem Erhebungsverfahren werden ebenfalls Prozentwerte zu den Aufgaben verschlüsselt. Hier ist es allerdings so, dass der Anteil pro Ebene 100% beträgt.

Bei der Mitarbeiterkapazitätsverteilung (MAK-Verteilung) erfasst der Anwender Gesamtbearbeitungszeiten zu den jeweiligen Aufgaben.

Es handelt sich hierbei, analog zum Alternativen Verfahren und der Prozentverteilung, um ein Verfahren der Vollerhebung, bei dem alle Aufgaben des Mitarbeiters bzw. des Bereichs erhoben werden.

 

Bei diesem Verfahren wird die für die Bearbeitung der Tätigkeit durchschnittlich benötigte Zeit geschätzt.

Ein Verfahren, bei dem der Anwender nicht nur die einfache Bearbeitungszeit pro Stück schätzt, die er im Mittelwert benötigt, sondern er schätzt bei diesem Verfahren zudem die beiden Extremwerte links und rechts des Normalfalles.

Die Herausforderung bei dem Verfahren ist, dem Anwender zu verdeutlichen, was der Normalfall ist.

 

Bei diesem Verfahren werden...

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